forschungspreisende

3 Studenten teilen hier ihre Träume, Idole und Inspirationen

The Chinese Room 

Steigende Prozessorleistungen, immer clevere Roboter. Mit dem Streben nach immer effektiveren Maschinen kommt auch die Angst, dass diese Maschinen uns eines Tages in Sachen Intelligenz übertrumpfen können. 

Aber ist dies überhaupt möglich? Können Maschinen wirklich intelligent sein? Der Vater der Informatik, Alan Turing, hat propagiert, dass Maschinen wahrhaftig intelligent genannt werden können, wenn Sie einem Menschen vortäuschen können, dass Sie Menschen sind (Seitdem gibt es viele Chatbots, die genau das versuchen)

Der berühmte Philosoph John Searle hat sich diese Frage auch gestellt und kam mit seinem berühmten Gedanken, den “Chinesischen Raum” zu einer anderen Antwort. Im obigen Video wird sein Gedankenexperiment erklärt.

- David - Chau - Carsten

AI Class 2011 - Ein Erfahrungsbericht

Letztes Jahr nahm ich an der Stanford Online Class “Introduction to Artificial Intelligence” und an Andrew Ngs “Machine Learning Class” teil. 

Es war eine einmalige Erfahrung von den Großen meines Fachs wie Peter Norvig, Sebastian Thrun oder Andrew Ng unterrichtet zu werden. Die Erfahrung war für mich viel persönlicher als die Massenvorlesungen, die ich gewohnt war. Wie aber war das möglich mit 160.000 weiteren Studenten? 

Zum einen waren die Videos jeweils 2-3min lang. Man konnte sich gut konzentrieren und zwischendrin gab es immer wieder Online-Fragen, die testen konnten ob man den Stoff verstanden hat.

Die Videos waren sehr einfach gehalten. Man hat gemerkt, dass sie mit einfachen Methoden aufgenommen wurden. Das schadete dem Kurs und dem Lerngefühl überhaupt nicht. Im Gegenteil, diese sporadische Einfachheit trug zum Charme der “AI Class” bei. Gegen Ende jeder Woche gab es dann sogenannte Homework Assignments die bewertet wurden und in die Endnote miteinflossen. Es war ungemein motivierend, seinen Erfolg direkt von der Seite abzulesen. Es war auch sehr motivierend, dass man Deadlines hatte, die einem Druck gaben, sich mit dem Stoff zu beschäftigen. 

Auch wenn es sehr stressig war, zwei Online Kurse mit dem Studium zu vereinbaren, hat es doch Unmengen Spaß gemacht. Wenn die Seite mal wieder durch einen zu großen Andrang abgestürzt ist oder die Deadlines wegen DOS Angriffen wilder Studenten um 24 Stunden nach hinten verschoben wurden, konnte man sich ein Lächeln nicht verkneifen.

 

Die Themen waren zahlreich und haben mir zum ersten Mal die Augen geöffnet, wie vielseitig die Informatik doch ist. Von Robotern bis zur Spracherkennung wurde alles abgedeckt. Irgendwann erwischte ich mich dabei, wie ich mich nach jedem anstrengenden Unitag auf Norvig und Ngs Stimme in den Online Videos gefreut habe. Die AI Class wurde zu einem großen Hobby für mich.

Nicht verwunderlich war dann, das aus dem Kurs bald eine Netzcommunity entstand, die sich gegenseitig in Foren half. Es entstand eine unerklärbare Nähe zu den Dozenten, die glaubhaft vermitteln konnten, dass sie mit ganzem Herzen bei der Sache waren. Das hat man zum Beispiel mal wieder gespürt, als Sebastian trotz einer hörbaren Erkältung, mit großer Feinfühligkeit versucht hatte, das Monte Carlo Verfahren zu erklären. Man hatte einfach das Gefühl, Teil von etwas Großem und nie Dagewesenem zu sein.

Ich bedanke mich für diese Kurse bei Andrew Ng und Sebastian Thrun/Peter Norvig. Dank ihnen habe ich mittlerweile einen Job in der Spracherkennung bekommen. Mittlerweile sind Andrew Ng und Sebastian Thrun an der Spitze der überall entstehenden Online Classes angekommen, die zwar nichtmehr den Charme der Improvisation haben wie die AI-Class, jedoch deutlich professioneller sind.

Einige weitere sehr erfolgreiche Mitstudenten: Mathis Lichtenberger und Sam Romano 

Die Nachfolgerseiten von ai-class und ml-class, wer mal reinschauen möchte: www.udacity.com & www.coursera.org

- David - Chau - Carsten